Teilnahme Pentathlon: Was Sie wissen müssen

Feb. 28, 2017 by

Eine der anspruchsvollsten Sportarten ist ohne Zweifel die Kategorie des Pentathlons, im Deutschen auch Fünfkampf genannt. Seine Wurzeln hat der Pentathlon schon im Antiken Griechenland und gehörte damals wie heute zu einer der Kategorien der Olympischen Sommerspiele. In der Moderne wird der Pentathlon in den Sommerspielen ausgeführt und fand zum ersten Mal an den Spielen in Stockholm im Jahr 1912 statt. Neben den Olympischen Spielen werden jährlich weitere Wettkämpfe, wie zum Beispiel Weltmeisterschaften ausgeführt.

 

Der Pentathlon besteht aus fünf Disziplinen, dem Pistolenschießen, dem Degenfechten, dem Schwimmen, dem Springreiten und ein Querfeldeinlauf. Unter den Athleten galten früher, zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs, vor allem Soldaten als bevorzugte Sportler. Das übergreifende Ziel ist die Suche und das Finden des idealen Athleten, der sich in der Vielzahl der Disziplinen behaupten kann.

 

Eines der wichtigsten Merkmale des Fünfkampfs ist die Tatsache, dass im Gegensatz zum Triathlon, die Sportdisziplinen nicht direkt hintereinander ausgeführt werden. Beim Fünfkampf wird den Sportlern eine einstündige Pause zwischen den einzelnen Kategorien zugesprochen und die Leistungen werden in ein Punktesystem umgewandelt, mit dem am Ende des Wettkampfs der Sieger ermittelt werden soll.

 

Des Weiteren ist auch im Pentathlon die Ausführung des Mannschaftssports möglich, welches in dieser Form zum ersten Mal bei den Olympischen Sommerspielen in Helsinki im Jahr 1952 durchgeführt wurde. Angemerkt werden sollte, dass bis zum Jahre 1977 der Pentathlon ausschließlich männlichen Athleten möglich war und erst während der Weltmeisterschaften in San Francisco in diesem Jahr eine Teilnahme von weiblichen Teilnehmern erlaubt war. Seit 1981 fanden in London die ersten offiziellen Weltmeisterschaften für Frauen statt und im Jahre 2000 hatten weibliche Athleten auch die Option an den Olympischen Spielen in Sydney teilzunehmen.

 

Ein weiterer interessanter Punkt hinsichtlich der Teilnahme an einem Pentathlon ist die Tatsache, dass bei den Olympischen Spielen zum Beispiel die Teilnehmerzahl auf 36 Sportler beschränkt ist. Um bei einer großen Sportveranstaltung am Fünfkampf teilnehmen zu können, muss es Sportlern bewusst sein, dass eine recht intensive Qualifikationsphase vonnöten ist.

 

Interessierte Sportler sollten wissen, dass der Pentathlon ein ungemein anspruchsvoller Sport ist und Fähigkeiten aus unterschiedlichen Bereichen erfordert werden, um den Fünfkampf auch erfolgreich abschließen zu können. Zum einen werden bei den Sportarten wie Schwimmen und Laufen sehr viel Ausdauerfähigkeit und Kraft erfordert, während es bei den Disziplinen wie Schießen und Fechten auf eine hervorragende Konzentrationsfähigkeit und innere Ruhe ankommt. Auch ein schnelles Reaktionsvermögen bildet sicherlich eine wichtige Fähigkeit dar. Bei der Disziplin des Reitens wird ferner ein überdurchschnittlicher Gleichgewichtssinn, Einfühlungsvermögen und Feingefühl im Umgang mit dem Pferd erfordert, wodurch der Schwierigkeitsgrad noch weiter gesteigert wird.

 

Athleten, die sich dem Pentathlon wenden möchten, müssen demnach ein reges Interesse an unterschiedlichen Sportarten vorweisen können und vor allem sehr vielschichtige Sportler sein. In fast jeder Kategorie muss man überdurchschnittliche abschneiden, sodass im Punktesystem die entsprechenden Leistungen widergespiegelt werden.

 

Für Interessenten ist es wichtig zu wissen, dass der Fünfkampf seit 1948 von einem Dachverband geregelt wird. Im Jahre 1968 entstand der Verband “Union Internationale de Pentathlon Moderne” (UIPM), welcher seinen deutschen Sitz in Berlin hat und seinen internationalen Sitz in Monaco unterhält. Rund 98 internationale Verbände gehören der UIPM an, die als amtierenden Präsidenten von Herrn Klaus Schormann geführt wird.